Archive für Januar 2008

Donnerstag, 31. Januar 2008

Altweiber fast NACKT - 68er und nackt auf dem Kopierer zu Karneval in der Stadtverwaltung

Höma, hätte ich fast vergessen. Heute ist Karneval. Da kann ich endlich mal auf die Straße gehen mit Bier in der Hand ohne, dass die Leute mich schräg angucken. Heute leben die alle nach dem Wolfgang-Prinzip. Münster Helau!

Gerade an Altweiberfastnacht sind die Weiber doch sowas von magnetisch, dass dir dein Kleingeld aus der Hose gezogen wird. Eine Runde nach der anderen und Zack, schon geht die Luzie ab. Die Weiber fliegen auf so Typen wie Wolfgang, aber nur an Altweiber - fast - nackt !

Dann wollen die alle so sein wie Wolfgang. Selbst die Leute, die CDU wählen und auf die 68er schimpfen, pimpern in den Büros, bei der meiner Mutter in der 68er Kommune die Scharmesröte ins Gesicht getreten wäre!

Ich war ja früher immer in der Poststelle bei der Uni Münster Altweiber feiern, als ich noch da als Hausmeister gearbeitet habe. Da hat der Fritz die Ingeborg auf dem Kopierer genommen!

Ich habe dann die Kopie nochmal 100 fach kopiert und man konnte auch gut sehen, dass die Ingeborg damals einen Trockenrasierer benutzt hat. Aber Aschermittwoch, haben die da nicht mehr drüber gelacht, dann wurde ich versetzt, weil ich die Kopien in die Postfächer verteilt habe. Wieso ist das denn ein paar Tage später nicht mehr witzig? Ich könnte mich heute noch drüber kaputt lachen.

Ich werde mal hier in die Verwaltung in Münster gehen und mitfeiern. Die Mädchen vom Amt sehen das nicht, dass ich nicht dazu gehöre. Die denken ja ich bin verkleidet. Aber ich laufe das ganze Jahr so rum. Als Trainer musst Du ein Markenzeichen tragen! Mal eins von den Auszubildenden so einige Kopierfunktionen zeigen. Dann erzähle ich, ich bin der Hausmeister. Da fallen die jedes Jahr drauf rein! So gegen 19 Uhr ist die beste Zeit. Wenn die so in der Schlange vorm Klo stehen und ungeduldig rumwippen, dann erlöse ich die eine oder andere Maus von ihrer Not und zeige ihr ein freies Klo. Dann gebe ich kleinen ein Sekt aus mit kopierten Biermarken und zeig der dann die Tricks mit dem Kopierer, dann sind wir auch gleich auf Du. Ich nenne das die Copy-Mösen-Masche!

Ich habe noch ein paar Kopien gesammelt, da ist allerhand was zusammen gekommen die Jahre! Alles so um die 20! Mit und ohne Trockenrasierer! Münster Hellau!


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Donnerstag, 31. Januar 2008

Gelbe Seiten - Frau sucht Leckdiener in Münster für Müllentsorgung und dreckige Spiele

Ich könnte ja so ein Hals kriegen. Wie überall, trennt man auch in Münster den Müll. Auch der Wolfgang. Hier wird Verpackungsabfall in den GELBEN SACK gepackt und die Säcke werden auf die Straße gestellt. Die Stadt Münster, hat die gelben Säcke bislang abgeholt.

Seit Januar 2008 hat bei uns in Münster die Firma Remondis die Entsorgung der gelben Säcke übernommen. Der Stadt war das wohl zu viel. Jetzt läuft hier gar nichts. Wir haben jetzt keine gelben Säcke und keiner holt mehr den Müll ab! Das zum Thema Privatisierung! Kapitalisten-Pack! Vorher konnte man die schön im Stadthaus mitnehmen. Das war ganz einfach, wenn ich mir die Stütze geholt habe, konnte ich immer gelbe Säcke mitnehmen. Jetzt habe ich aber keine gelben Säcke mehr und brauche neue. Aber die Stadt hat keine gelben Säcke mehr. Jetzt wollen die, dass ich die kostenfreie Hotline 0800 - 122 32 55 anrufe, damit ich gelben Säcke bestelle.

Ja meinst Du da fall ich drauf rein? Was? Nicht mit Wolfgang. Da rufst Du an und schon bist Du in der Fangschaltung. “Bitte warten Sie….bis ein Platz frei ist….” Dann drehen die dir hinterher noch was anderes an als Müllsäcke. Ein Eierwärmer oder einen Sofort-Kredit. Sofortkredit für ihren Eierwärmer. So sind die doch die privaten Anbieter. Wahrscheinlich haben die schon alle Leute rausgeschmissen und sind nur noch eine Briefkastenfirma, die die Dividende an die Aktionäre ausschenkt.

Hier:… “30 000 Tonnen Müll für Bremerhaven - Neapel schickt Unrat per Zug in den Norden…” Habe ich aus der Zeitung im Papiercontainer entdeckt!
Höma, um den Müll von Neapel kümmern die sich und hier in Münster bei Wolfgang stinkt das schon in der Wohnung.

Wohin soll ich jetzt mit dem Müll? Ich habe keine gelben Säcke. Ich mein, vorher war das doch immer schon ein Alptraum. Da hatte ich schon Bauchschmerzen darüber, ob auf meine Dose Raviolie oder Hundefutter Pfand drauf ist oder nicht. Aber jetzt türmt sich bei mir in der Wohnung der Müll auf und mir fehlen gelbe Säcke. Ich frage schon nicht mehr meine Nachbarin, weil die denkt, ich bin doof, oder denkt bei mir türmt sich schon der Müll auf. Da schämt man sich ja auch. Ich habe mich zu sehr um die Tagespolitik gekümmert und ganz die Müllentsorgung außen vor gelassen. So muss das in Neapel auch passiert sein mit dem Müllskandal. Da hat die Stadt keine gelben Säcke mehr ausgeteilt. Warum? Weil die Leute die gelben Säcke für andere Sexspielchen benutzt haben: Plastik-Fetisch, Müllsack-Fetisch und Leckdiener hat man damit entsorgt. Du lachst, in den gelben Seiten wollte ich nach gelben Säcken schauen und fand dann die Anzeige: “Frau sucht Leckdiener in Münster” . Der soll bestimmt die Gartenzäune abbeizen und dafür braucht man auch gelbe Säcke, unten zum Auslegen beim Abbeizen.

Ja nun ist die Stadt Münster pleite und hat sich gedacht, soll doch der Kapitalismus sich mit dem Müll beschäftigen. Weil wer aus Scheiße Geld machen kann, macht auch mit Müll Kohle. Wie? Man schmeisst Leute raus, die dann für 1 Euro die Parks vom Müll befreien! Das sind dann keine Leckdiener, sondern machen schmutzige Spielchen für die Stadt. Ja man bietet den Service Müllentsorgung als Privatunternehmer an und bleibt zu hause. Könnte ich auch machen. Ich biete mich nicht als Leckdiener an, sondern als privater Müllentsorger. Dann rufen die mich zuhause an und fragen: “Höma Wolfgang, hast Du noch gelbe Säcke?” Dann sag ich, “nimm doch normale Mülltüten, ich hole die gleich ab” und dann nehme ich den Müll und verteile den in die Parks, wo die Hartz 4 Ein Euro Jobber den Mist mit der Zange einsammeln, die Leckdiener der Stadt! Hömma, das ist Kapitalismus, eine versteckte Subvention. So gewinnst Du die Müllentsorgung!


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Mittwoch, 30. Januar 2008

RTL-II-Show um die Wahrheit mit Lügendetektor

Ich sag mal die Wahrheit! Die Ypsilanti ist eine gute. Die soll mal dem Koch zeigen wo der Hammer hängt. Die kommt doch aus einer reichen Familie. Wegen der Yps-Hefte dachte ich. Das waren doch bestimmt 500 Hefte damals, die die verkauft haben. Ich habe die Familien Ypsilanti doch reich gemacht mit den ganzen Yps-Heften Das schönste waren die Gimmicks in den Ypsheften. Die Hefte habe ich sofort weggeschmissen. Ich wollte doch immer nur den Gimmick. Mal habe ich auch den Gimmick aus dem Heft geklaut. Das weiß ich noch genau, das war das Schleuder-Katapult aus dem Yps-Heft 1. Das war doch Wahnsinn! Damit haben wir Popel durch die Gegend geschossen! Oder die Urzeitkrebse aus Heft 25. Die haben sich bis jetzt in meinem Gurkenglas gehalten. Da gieße ich immer neues Gurkenwasser nach.

Ach so, die Wahrheit. Also, soll doch die Ypsilanti eins ihrer Gimmicks nehmen und den Koch daran anschließen. Ich meine einen Lügendtektor wie in der Sendung, wo es um das Lügen geht. Ein Lügendetektor von der Ypsilanti in dem neusten Yps-Heft, dass die an den Koch anschließt. Dann kann die den Koch alles fragen. Ob der Koch früher kein clearasil genommen hat. Ob er auf getragene Höschen steht, oder auf Schwule steht, die kein Deutsch können Und das in einer öffentlichen Sendung wie bei RTL 2. Dann bläht der sich nicht mehr so auf trotz Wahlverlust, der Koch. Wie kann man so haushoch verlieren und meinen Ministerpräsident zu bleiben? Das ist so, als wenn der Klinsmann heute noch sagen würde, wir wären Weltmeister!

Wahrscheinlich könnte sie den Koch auch fragen, ob der Roland damals wie ich auch mit dem Katapult Popel weggeschossen hat. Dann würde der lügen! Die ganze Zeit. Natürlich nicht, würde er sagen. So hätten dann alle am Fernseher Klarheit, wer echt ist und wer nicht. Man bräuchte garnicht mehr wählen gehen, sondern ließe die Politker an den Lügendetektor von der Yps-Tante Ypsilanti und würde peinliche Fragen stellen. Wer lügt, fliegt dann raus. Mir ist das aber egal. Was interessieren mich die Hessen? Ich stehe nur auf Yps und die Yps-Tante mit der geilen Brille. Da sieht die so aus wie meine strenge Lehrerin von früher, die wir mit dem Katapult beschossen haben im Unterricht…Na, womit? Was ich auch Scheiße fand, war, dass die keine Yps-Hefte für Erwachsene gemacht haben. Zum Beispiel getragene Schlüpfer von Politikerinnen. Dann würden sich die Leute auch mehr für Politik interessieren. Dann ging mein Politbarometer aber auch nach oben…


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Samstag, 26. Januar 2008

scharfeerotik - Einschlafen - Bett

Gestern hatten wir ja schon Pferdesex gesehen. Aber scharfeerotik findet man seltener. Weil die nicht im Stall sind und frei rumlaufen. Zum Beispiel auf dem Deich. Für Leute, die Schafe mögen, mehr als im platonischen Sinn, ist es besonders schwer mit Schlafstörungen nicht sofort zur Pillendose zu greifen. Normaleweise liegt man wach im Bett und will einschlafen. Dann zählt man Schafe. Aber steht man auf Schafe, werden dann beim Schafezählen aus Schafen plötzlich scharfeerotik oder scharfe Erotik. Dann kriegst Du ne Latte und schon hat sich das mit dem Einschlafen. Was zählt man dann? Im Prinzip könnten die dann auch Titten zählen, weil das erregt die dann ja nicht. So wie mich Schafe nicht antörnen. Mich törnen nur normale Sachen an wie getragene Schlüpfer und Höschen. Das sollte man mal jemanden als Tipp geben, der Schlafstörungen hat und auf Schafe steht. Eins muss man den Leuten, die Schafe mögen, lassen: Es darf auch mal was jüngeres sein!


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Freitag, 25. Januar 2008

Alles typisch! - Einschätzung seines Arztes

Wenn Sie interessante Menschen lieben. Dann schauen Sie sich Wolfgang näher an.

Wolfgang möchte groß rauskommen. Seine Devise: “Morgen ist auch noch ein Tag.” Er hat Talent. Er ist kreativ. Er prägte das Wolfgang-Prinzip!

Einige lieben Wolfgang, aber nicht alle. Er sei asozial, trashig, anarchisch, heisst es. Aber statt wie sie, die schön die Schnauze halten, unternimmt der Wolfgang wenigstens den Versuch, die Welt zu verändern. Oder zumindest morgen. Und das vor der eigenen Haustür, oder vielmehr in der eigenen Küche. Vieles spielt sich eben in der Küche ab, wie früher bei Oma.

Wolfgang schluckt eine Menge Tabletten für die Pharmaforschung oder um es richtig zu sagen, er macht es aus Begeisterung für die Forschung und wegen der “Kohle”.

Als Arzt möchte möchte ich es medizinisch sehen, objektiv und sachlich. Trotzdem finde ich ihn als behandelnder Arzt nett. So wie ich Eiter, Inkontinenz und Metastasen neutral sehe, rührt Wolfgang doch was in mir an, was mir in meinem Medizinstudium verwehrt blieb. Er ist einzig, der Wolfgang, wie jeder Mensch. Aus meiner Position ist es anrührend, an seinem Leben Teil zu haben. Er wird deswegen nicht besser, der Wolfgang, nur wir verdienen beide daran und das ist in dieser kalten Welt doch schon was. Wenn ich helfen kann, dann helfe ich eben.

Er hat einige Schwächen. Wolfgang liebt St. Pauli. Er ist St. Pauli-Fan. Ich würde ihm zu gerne mal eine Karte für ein Spiel schenken.

In wie weit man bei Wolfgang von einer bipolaren affektiven Störung sprechen kann, weiß ich noch nicht einzuschätzen. Er spricht zumindest nicht auf die indizierten Medikamente an. Darum ist diese Diagnose vielleicht ein Schema, in die ihn die Gesellschaft gerne packen würde. Ich sehe eher seine Neologismen, das Inkohärente Denken und Ideenflucht/Gedankenflucht als Folgeerscheinung seiner Medikamententests.

Leider lässt sich Wolfgang nicht von der Therapie abbringen, er “braucht die Kohle” und er macht doch alles gerne für die Forschung. Er selbst bezeichnete sich mal als Bin Laden der Arbeitslosen. Wolfgang meint damit sein Tourett Verhaltensweisen. Gerade in Konfliktsituationen wie Sex, Bier, Geld, Fussball, Forschung, Fernsehen kommen alle diese Störungen zusammen.

Nach seiner Chatsucht lernte ich Wolfgang in der Klinik kennen. Er wurde in die erste deutsche Klinik für Chatsucht eingeliefert. Das war die damals leerstehende Schwarzwaldklinik. Man behandelte ihn dann mit herkömmlichen Medikamenten. Uns war bislang die Behandlung dieser Störungen fremd.

Gerade das unglückliche Zusammentreffen seiner 68er-Kindheit und Web 2.0 und die rüde Tätlichkeit als Fussballtrainer haben sein Leben maßgeblich auf die Seitenlinie verfrachtet. Das bestätigt er immer wieder.

Das erklärt aber nicht, warum er Sexfantasien aller Art ausprobiert. Er behauptet, es aus Neugier zu machen. Wenn andere Dinge im Supermarkt klauen, zerstört er sie in kindlicher Neugier ohne böse Absicht. Milchtüten werden auf ihre Stabilität geprüft, wie das zwanghafte sinnliche Ausprobieren von ungenießbaren Produkten oder Sexpraktiken.

Fraglich ist, ob es Rache ist, wenn er ständig sagt “Ich scheiß euch was”. Die Agentur für Arbeit und die Arbeitsgemeinschaft Münster vermutet mit dem sozialen Dienst zusammen, es sei eine bewusste Aktion, um den ärtzlichen Dienst von seiner Arbeitsunfähigkeit zu überzeugen. Ich möchte als sein Arzt diese Vermutung nicht bestätigen… In dem Zusammenhang darf man Wolfgang erst garnicht ermutigen weil er ja sehr kreativ ist. Wäre er dumm, wäre alles für uns viel einfacher.

Wolfgang selbst gibt z.B. damit an, nur 3 Tage bei der Bundeswehr gewesen zu sein und daraufhin untauglich geschrieben worden zu sein. Er gab an, die Vorgesetzen provoziert zu haben, um dann kurzfristig wegen Bettnässens ausgemustert zu werden. Das spricht eher für seine Kunst, sich so zu zeigen, dass es zu seinem Vorteil gereicht. Er ist faul, strebt aufgrund seiner Kindheit in der Kommune nach Freiheit - und sein Credo “Ich scheiß euch was” bestätigt das alles.

Aber das sind nur medizinische Vermutungen. In meiner Doktorarbeit habe ich mich immer mit dem Jekill-und-Hyde-Syndrom beschäftigt. Daher fasziniert mich Wolfgang.

Der Unterschied zu der Horrorfigur ist, der Auslöser ist seine Umwelt oder die Medien, wie Web 2.0 oder auch Hundefutter. Das ist medizinisches Neuland. Er sieht in vielem auch Verschwörungstheorien. Das spricht widerum gegen Jekill und Hyde.

Was ist er nun? Clever, halbdumm, asozial, harmlos oder sogar ein asozialer Messias? Was will er uns sagen, wenn er Hundefutter isst? Hören wir nicht mehr richtig hin? Will er uns das sagen? Ich muss zugeben, aus medizinischer Neugier habe ich darauf hin selbst versucht, Hundefutter zu essen. Daher sehe ich Wolfgang als subversiven Anstifter. Ist er genial oder werden wir von seiner frechen Dummheit so geblendet, dass wir ihn lieben? Wird er später sogar ein ganzes Volk anstiften? “Wollt ihr die totale Metapher?” Zumindest käme Wolfgang auf solche Gedanken.

Er hat aber auch menschliche Züge. Er liebt Gerüche. Er schnüffelt gerne an Bierflaschen und Schlüpfern. Das scheint ihn zu beruhigen. In solchen Zeiten wirkt er eher verträumt. Vielleicht holt er sich in solchen Auszeiten die Muße für neue Ideen. Ich würde ihm zutrauen, durch Zufall und pure Dummheit die Weltformel zu finden, während man ihn ans Kreuz schlägt, nur weil er gerade Sex mit frischem Mett hatte.

Nur weil er Wege findet zu klonen, Ufophänomene erklärt, dass sogar ich sie verstehe oder Menschen einfach ablenkt und für kurze Momente von den Sorgen über ihre Börsenverluste zu entführen, ist er nicht gleich ein Übermensch. Er lebt nur das aus, was wir alle denken. Er verführt Menschen, seine eigenen Dummheiten zu belächeln, wie andere Männer gerne mal versuchen, 18-jährige zu nageln. Daran ist ja nichts verwerfliches. Sie sind ja volljährig.

Ich als Arzt werde immer meine schützende Hand auf Wolfgang legen. Und die andere Hand aufhalten, dafür, dass ich einen freiwilligen Probanden für medizinische Forschung und Medikamententests habe. Denken Sie daran. Vielleicht werden auch Sie morgen von einer Krankheit befallen, die nur geheilt werden kann, weil Wolfgang seit Jahren diese Medikamente für sie schon getestet hat.


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Freitag, 25. Januar 2008

Buch - Der erste Schultag

Ich wachte morgens auf und musste schon früh morgens am Zipfel spielen. August 1968. Dabei hatte ich nicht an diese gelben Minikleider gedacht. Diesmal stand Mama am Bett und faselte was davon, heute sei mein erster Schultag. Also dachte ich mit einem Steifen darf man in die Schule. Wie hat die das gemerkt?

Ich bemerkte in der neuen Wohnung zu sein. Ein Dreckloch. Der Grund warum ich damals Dieter so mochte, er hasste es auch, obwohl er es nicht kannte. Ich schlief bei Mama im Zimmer. Die vielen Zimmer standen fast alle auf, und alles nicht so eng wie bei Oma. Alle schliefen auf dem Boden auf Matrazen. Alle sahen aus wie Mädchen wegen der langen Haare. Mir wuchsen auch schon lange Haare, blind, und zerzaust. In den Zimmern standen viel mehr von diesen italienischen Flaschen, das war gut. Aschenbecher, voll bis oben. Kalter Rauch. Schweiß, Furz und süßer Rauch. Ich suchte erstmal nach den Weinflaschen, wo noch was drin war.

“Los wir müssen zur Schule! Beeil dich!”, sagte meine Mutter. War ich das einzige Kind hier? Im Badezimmer stand Ingrid am Zähneputzen. Sie war schon in der 3. Klasse. Sie schaute mürrisch. Als sie mich sah, hellte sich ihr Blick auf und sie spuckte mir die
Zahnpaste ins Gesicht und lachte. Das durfte ich nie. Deshalb war ich verdutzt. Dann spuckte sie einen Mund voll Wasser in mein Gesicht und rannte in ein Zimmer und blickte erwartungsvoll nochmal hinter die Tür. Ingrid! Das war es. Sie war älter als ich, aber ich hatte mich sofort verliebt. Sie roch nicht wie die anderen hier. Mehr nach Creme! Ingrid!

Wir stiegen in den Käfer. “Bist Du schon aufgeregt? Wolfgang? Du das mit Papa….” Wir fuhren durch die Straßen bis vor einen Uraltbau. Warum die den noch nicht abgerissen haben, dachte ich. Im Jahre 2000 wird alles anders, dachte ich. “Wolfgang! Ich rede mir dir, willst Du mich bestrafen?” Ich schaute Sie nur an und fragte: “Kann ich bei Ingrid wohnen bleiben?” Mama verstand mich nicht. Wieso auch. Verkatert. Haare wie ich es anfing zu hassen, nicht so wie die Frauen in den gelben Minikleidchen, nicht so wohlduftend wie Ingrid. “Gib mir einen Kuss.” Ich stieg aus. Zum Schultor meiner Grundschule, die ich 5 Jahre besucht habe.

In der Schule begrüsste uns die Rektorin und die Klassenlehrerin. Ich träumte noch von Ingrid und ihrer Creme-Haut und ihrer Zahnpastespucke in meinem Gesicht und fühlte wie mein Herz klopfte. “Wolfgang? Wolfgang!” drang sehr weit weg und dumpf in mein Ohr. Was wollten die? Ingrid!

Plötzlich stand dieser alte Drache vor mir. Mit Dutt und Haarnetz ihre grauen Haare zusammen gesteckt wie ein Grabkranz für Opa
nach seinem Tod 1969. Sie roch nach Creme, die sie so dick aufgetragen hat, dass ihre braun gefleckte Haut glänzte und aufgeweicht war und so wabbelig wie ein Hühnchen, was Oma in ihre Suppen machte. Sie roch nach Creme, aber gleichzeitig kam dieser Geruch aus ihrem Mund wie aus dem Gulli vor der Tür. Sie hatte einen Silberblick und schrie wie ein Feldwebel und lächelte dabei so falsch. Als wenn ich das nicht gemerkt hätte. Bei uns zuhause bei Opa war alles falsch. Die Betäubung von Ingrid ließ nach und das gute Gefühl wechselte in dieses Angstgefühl, wo einem die Wurst fast rauskommt. Diese weichen Knie. Wusste ich was die wollte von mir? “Na gut Wolfgang, nachher fällt dir bestimmt was ein!” Es klingelte und alle rannten aufgeregt in ihre erste Pause des ersten Schultages.

Benebelt hatte ich noch keinen Anschluss und ging erstmal zum Klo. Irgendwie schaute ich immer zum Tor des Schulhofes und dachte, meine Mama würde mich abholen. Oder Papa? Wann kommt der und hört wieder englische Platten? Vor der Klotür standen größere Jungs und versperrten den Weg. “Dick und Doof-Bilder oder was auf die Fresse!” Das war Dieter. Er schubste die anderen zur Seite und kam näher zu mir. Er war in meiner Klasse, aber schon ziemlich groß. Hinterher wusste ich, Dieter wiederholte die 1. Klasse das dritte Mal. “Wieso hast du so lange Haare? Bist Du ein Mädchen? Ein Beatle? Aufs Klo kannst du vergessen! Kostet drei Dick und Doof-Bilder.”

“Spielst Du Fussball?” - “Na los…!” Klaus holte einen Tennisball raus und wir fummelten, vielmehr sie fummelten. Ich kannte das ja nicht. Außerdem sah das sehr wild und gefährlich aus. Irgendwie nicht wie Fussball. Ausgerechnet der kleine wilde Dieter umfummelte die anderen. Dabei kam es zum Streit und schon hatte Dieter einen großen Jungen im Schwitzkasten. “Der ist aus der 4. Klasse…, der hat keine Chance, der macht jetzt Trick 7″, sagte der dicke Jürgen. Dieter war kleiner, aber der Junge, Frank hieß er, war am Boden. “Was ist Trick 7?” fragte ich. Jürgen druckste rum, er war ja dick und gehörte nicht zu der Bande von Dieter, Dicke gehörten damals einfach nicht dazu. Trick 7, so ein Quatsch, Dieter war einfach nur wild und kannte keine Angst und Schmerzen. Frank sah stark aus, war ein Streber und hatte reiche Eltern. Frank hat alles später zurück gezahlt….

Andere Jungs trugen Dieter auf den Schultern, wie einen Held, “Dieter, Dieter!” Der dicke Jürgen, und die anderen. Die waren aus seiner Bande. Dieter schubste mich an. “Hey, Doofmann, du siehst nicht aus wie ein I-Männchen. Wo kommst Du her? Du hast so lange Haare!” - “Mein Opa war im Krieg!”, fiel mir nichts anderes ein. Während wir in Zweierreihen auf dem Schulhof Aufstellung nahmen, sagte ich ihm das, es gefiel ihm. Vielleicht weil ich keine Angst hatte vor ihm und was normales gesagt
habe, außer ich rufe meinen Papa oder petze das.

“Echt? Hat der auch ein Gewehr?” Wieder log ich, weil ich ihn nicht verärgern wollte. “Ja, aber das hat der aber versteckt. Er war auch Boxer.” Jetzt war sowieso alles egal, wenn ich was auf die Fresse bekam, dachte ich, würde eine Lüge mehr nichts ausmachen. “Kennst Du unseren Hof auf der Bahnstraße? Im Hof bolzen wir immer mit der Bande!” - “Kannst Du Englisch? Mein Papa hört
immer englische Platten.” Diesmal nicht gelogen, ich wollte ablenken. “Meiner nicht, der glotzt nur Fernsehen!” - “Ich bin Wolfgang. Ich habe eine Freundin.” Jetzt musste ich doch wieder lügen. “Komm heute um 3 in den Hof. Bei uns gibt’s Mutproben, wenn du in die Bande willst!”


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Freitag, 25. Januar 2008

Buch - Die neue Zeit

In der kleinen Wohnung hatte ich Ausblick auf ein altes Trümmergrundstück. Da hätte ich gut spielen können. Ich wollte unbedingt
mal raus. Eigentlich ist alles gleich geblieben, nur das Opa nicht auf einem Stuhl saß, sondern Papa auf einem Stuhl saß im grauen Kittel. Wenn er von der Uni kam, rauchte er und hörte englische Platten. Irgendwie fehlte mir die Musik von Opa. Vielleicht weil Papa mir keine Geschichten von der Front erzählte. Papa erzählte Mama immer über Karl, was der bei der Arbeit wieder über das Studentenpack rumschimpfte. Mama schaute dann immer böse zu Papa, genau so lange wie ich immer Oma angeschaut habe, bis dann Papa wegschaute und nichts mehr sagte.

Papa wippte wie Opa zu der Musik und rauchte dann noch mehr. Im Winter war das ganz schön kalt, wenn dann Mama das Fenster aufriss. Es gab keinen Ölofen wie bei Opa. Raus kam ich selten. Bis ich in die Schule kam. Nur in den Garten mit dem Nachbarjungen, der so einen strengen Vater hatte. Denen gehörte der Garten hinterm Haus. Das musste der Feldwebel sein, wo von Opa immer erzählte. Zumindest schrie der oft. Auf einer kleinen Parzelle mit Teppichklopfstangen und einem Weg aus Waschbetonplatten durften wir nicht auf den Rasen spielen, nur auf den Platten laufen, aber leise, weil der Feldwebel schlief. Fussballspielen schon gar nicht. Obwohl der Junge echt einen tollen Ball hatte. Den hielt er immer fest. Bis mein Papa wieder von der Arbeit wieder da war.

Der Nachbarjunge zuckte immer zusammen wenn sein Vater ihn rief. “Ich muss rein!”, sagte er dann ganz schnell. Dann musste ich mit, durch den Waschkeller nach oben. Denn alleine durfte ich nicht in dem Garten bleiben. Der Feldwebel hatte keine Frau mehr. Wahrscheinlich hat der die erschossen. Wenn ich dann hoch kam, konnte ich im Hausflur immer hören wie es was auf den Arsch gab für den Jungen, aber ohne Marschmusik.

Zuhause war immer englische Musik, vor allem aus einem alten Tonbandgerät. Das war Englisch! Alles, was Opa nicht hörte. Jeden Abend waren lustige Leute zu Besuch. Sie lachten und redeten durcheinander. Und ich dazwischen, machte sie immer nach. Wie ich die marschierenden Soldaten nachgemacht habe für Opa. Aber der Besuch lachte viel mehr, als Opa. Irgendwie waren die alle so lustig, daran musste ich mich erst gewöhnen. Jetzt merkte ich endlich, dass meine Zeit gekommen war.

Meine Mutter erzählte sehr oft von Italien. Italien musste dort sein, wo man erst die Rotweinflaschen austrinkt, um dann eine Kerze rein zu stecken, damit man Licht hat. An den Rotwein konnte ich aber erst wenn ich alleine war, ich war ja erst knapp über 4 Jahre alt. Die Streichhölzer haben die versteckt aber nicht die Flaschen. Und die Restflaschen, wo noch was drin war, sowieso nicht. Das schmeckte sehr gut! So süß und dann wurde es warm. Ich wusste nicht wie viel man davon trinken durfte. Im Prinzip weiß man das ja nie! Ich wollte Papa auf den Rücken hauen wie es die anderen immer gemacht haben. Aber die haben nichts gemerkt, weil die noch mehr Wein getrunken haben als ich.

Also torkelte ich ins Schlafzimmer, wo Mama und ein Mann lagen. Eigentlich lagen später nachts immer die Leute, die zu Besuch kamen irgendwo rum. Hier im Schlafzimmer war es zwar leiser, aber dunkel und ich saß vor dem Bett auf einem Stuhl und der Stuhl drehte sich! Mama ging es von dem Wein auch nicht so gut wie mir, aber ich stöhnte nicht so laut wie Mama und hinterher auch der Mann. Deswegen habe ich sie in Ruhe gelassen. Still zu sein und klein und zu beobachten ist viel interessanter, man entdeckt da viel mehr. Wenn es einem schlecht geht, dachte ich, darf man nicht aufstehen, sonst fällt man und ich pinkelte vor mir in die Schuhe von dem Mann.

Oma hatte recht, dass ich zu früh auf der Welt war. Jetzt ein paar Jahre später war alles anders, ich gehörte dazu. Ich brauchte auch den Nachbarjungen nicht, der immer langweiliger wurde. Der hielt immer nur seinen blöden Ball. Die Großen, die abends zu Besuch waren, waren viel lustiger als der Feldwebel und der Nachbarjunge. Bloß den Wein haben die immer weggestellt. Dabei hat es erst damit besonders viel Spaß gemacht. Die wussten nicht, dass ich auch schon Weinkarussel fahren konnte.

Ich war nicht im Kindergarten. Oma schaute dafür immer rein. Oma wollte mich immer drücken, aber die stank wie der Waschkeller und noch etwas anderes, besonders aus dem Mund. Die kam bestimmt zu mir, weil Opa sich auch nicht drücken ließ. Leider kam sie jeden morgen und ich konnte nicht ausschlafen oder an meinem Zipfel spielen. Zu spät hatte ich gemerkt, dass es die beste Zeit war, auch wenn Oma so roch. Hinterher habe ich mir die Nase zugehalten und nur durch den Mund geatmet. Lustig war, wenn sie ihr Gebiss rausholte und Unsinn damit machte. Ich habe damit gerne Kasperpuppe gespielt und die stinkenden Zähne bewegt und was
gesagt, wie “Kiesinger ist ein Faschist”, wie der Mann, der bei Mama im Bett lag, immer sagte, “Kiesinger ist ein Faschist”.

In der Zeit hatte ich alle Freiheiten. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte und ich konnte nachdenken. Über die neue Zeit. Ich schaute aus dem Fenster und sah, wie neue Häuser gebaut wurden, die anders aussahen. Auch sahen die jungen Frauen anders aus als Oma. Die jungen sahen bunt aus. In jede hätte ich mich verlieben können, aber ich hatte ja schon eine, meine Mutter. Mir gefielen am besten die gelben Minikleider. Dabei konnte ich am besten an meinem Pipimann spielen. Leider hatte meine Mutter nicht so ein Kleid. Wenn ich dann aus dem Fenster nach diesen Frauen schaute, beruhigte mich das irgendwie und ich konnte am besten nachdenken, über die Zukunft. Aus dem Fenster schauen, Frauen ansehen, wie Mama und am Zipfel spielen.

Auch Weintrinken am Morgen, das durfte ich nicht. Dabei waren überall Reste in den Flaschen. Das Weintrinken gelang mir nur einmal. Ich schaute auf die Baustelle gegenüber, wo eine Hochhaus gebaut wurde. Jetzt waren die schon so hoch wie mein Fenster und ich konnte den Arbeitern zuwinken, während ich aus einer fast vollen Weinflasche trank und an meinem Pipimann spielte. Dann haben alle zurück gewunken, auch auf der Straße. Das war lustig. Dann fuhr ich wieder Karussel. Und ich wusste, was Papa mit Fortschritt meinte. Dann musste ich immer an seinen Schraubenzieher denken, den er jetzt vor mir versteckt hatte. Jetzt einen Schraubenzieher haben! Dann wäre das Glück perfekt gewesen, dazu noch eine Frau wie Mama, aber dann im gelben Minikleid.

An dem Morgen ging ich betrunken zu dem Jungen nach unten, ich war ganz mutig an dem Tag, weil mir die Bauarbeiter gegenüber zugewunken haben, das war ein Zeichen, als wenn ich heute auch groß wäre. Also nahm ich Wein und Streichhölzer mit nach unten, um mit dem Jungen unten zu feiern. Wenn der schon nicht Ball spielen konnte, dann wenigstens Feiern. Der Feldwebel war ja in der Kaserne. Ich war ganz leicht und ich konnte mich am Treppengeländer festhalten, damit sich nicht alles so drehte. Das war
der Preis für das Großsein. Oma war beleidigt in der Küche zurückgeblieben. Peter, so hieß der Nachbarjunge, stand da wieder mit
dem Ball im Garten, den Ball umklammernd. Ich sagte, er bekäme die halbe Flasche Wein und die Streichhölzer, wenn ich mit dem Ball spielen dürfte. Es musste schnell gehen, weil ich sehr nötig musste, nach dem vielen Wein und das Karussell immer schneller wurde. So hatte ich das erste mal einen Ball in der Hand.

Ich ließ den Ball erst kullern und dann schoss ich drauf los. Der Ball gegen die Mülltonne, der Ball gegen die Wäsche vom Feldwebel, der Ball aufs Trümmergrundstück hinterm großen Zaun, wo keiner drauf durfte. Ich habe geschossen wie Gerd Müller, 4 Jahre später in Mexico, bei der WM. Ich rannte ganz stolz zu dem Jungen, der jetzt im Keller saß und die Streichhölzer ausprobierte. Es roch nicht mehr nach Oma dort. Nein irgendwie waren das jetzt die Streichhölzer. Die Flasche hatte er schon leer. Jetzt machte Peter ein Feuer, wie die Indianer, sagte er. Leider brannten die Kohlen nicht und wir nahmen die Putzlumpen, die auch schnell loderten. Mir wurde das zu unheimlich, weil ich wusste, wieviel Ärger das bei mir zuhause gäbe und ich mir vorstellte, der Feldwebel käme. Ich hörte nur sein Brüllen im Hausflur und ich rannte die Treppe hoch und es lief mir warm an meinen Beinen entlang. Ich lauschte im Treppenhaus aus sicherer Entfernung und hörte wie Peter eine “Wucht” bekam, so hieß das.

Erst dachte ich, der Feldwebel hat ihn erschossen. Aber ich habe keinen Schuss gehört. An dem Tag passierte so viel. Die Physiker sagen ja auch, Zeit sei relativ. Ich hörte nur ein Türknallen von meiner Mutter. Ich dachte erst, weil ich den Ball weg geschossen habe oder weil wir vor dem Feldwebel flüchten mussten. Dann zogen wir aber ohne Papa in eine Kommune, wo der Mann wohnte, der mit Mama geschrien hat. Das gehörte wohl zur neuen Zeit. Dort veränderte sich mein Leben vollkommen.

Trotzdem zogen wir wieder in ein altes Haus, was man längst hätte abreißen sollen. Außerdem rochen einige wie Oma, obwohl die viel jünger waren. Aber dort gab es keine Verbote mehr und keine Feldwebel! Da erlernte ich meine Lebensphilosophie des chinesischen Daodejing (Wu wei — Tun ohne zu tun). Aber dazu später: Das WOLFGANG-PRINZIP - 5 Wege zum GLÜCK. Wolfgangs Zeit war wirklich gekommen. So schien es.


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Freitag, 25. Januar 2008

Buch - Die frühen Jahre

Ich bin Wolfgang, am 13.4.1962 geboren. Ich schreibe alles auf, wie es wirklich war, früher. Als die Zukunft anfing. Meine Eltern waren sehr jung. Oma sagte immer. “Eine Dummheit diesen Jungen JETZT in die Welt zu setzen!” Opa meinte: “Macht mit dem Jungen, was ihr wollt, aber nicht unter meinem Dach!” Für den war seine Zeit abgelaufen. Ich war zu früh gekommen und Opa wollte früher gehen und wartete darauf abgeholt zu werden, wie der immer zu in seinem Stuhl saß und vor sich her starrte. Seine Zeit war noch nicht gekommen, obwohl seine Zeit schon abgelaufen war.

Opa hörte noch die alten Europa Platten mit Marschmusik. Ja das ist kein Witz. So war das damals noch! “Wenn die Soldaten in die Stadt marschieren” und so… Wenn die Vergangenheit auch so war, wie die Marschmusik, dann verstehe ich meinen Opa, warum der gehen wollte. Nichts war heute mehr so! Ich konnte ihn einmal zum Lächeln bringen, als ich so durchs Wohnzimmer maschiert bin wie auf dem Plattenfoto. Das hat aber lange gedauert.

Er saß auf seinem Stuhl und schüttelte mit dem Kopf und sagte nichts, immer wieder. Ich weiß noch wie er nur mir alleine immer Sachen erzählte aus dem Krieg und so. Bis es ganz dunkel war im Zimmer und ich ihn schon kaum mehr sehen konnte. Er konnte gut erzählen und dachte, ich verstehe das alles nicht. Vielleicht erzählte er deswegen so gut. Ich konnte die Großen schon früh verstehen, weil es hier keine Kinder gab. Aber alle dachten ich wäre blöd, nur weil ich klein war, oder Wolfgang….

Immer sagte Oma: “Geht mit DEM mal zum Arzt, da ist was nicht richtig, seht Ihr denn nicht wie der mich IMMER so komisch ansieht”. Dabei habe ich immer gedacht, ihr macht das Spiel Spaß; Wer zuerst wegschaut, hat verloren.. Immer wenn Oma verloren hat, hat sie das gesagt, dass Mama mit mir zum Arzt müsste.

Bei Oma und Opa und Mama unter einem Dach zu wohnen, wurde dann wohl für Oma zu eng. Ich glaube mit 3 Jahren war das. Ihre Nerven waren zu angespannt und das Opa da immer nur rum saß. Ich wurde auch immer größer. Ich brauchte einen Platz zum spielen, hieß es. Irgendwann zogen wir weg. Dann lernte ich auch meinen Vater kennen.

Das erste Mal sah ich meinen Vater im grauen Kittel mit einem Schraubenzieher in der Tasche. Den Schraubenzieher konnte man immer zum Leuchten bringen wenn ich ihn in die Steckdose steckte. Er redete auch nicht viel und hörte auch Musik, aber ganz andere, das war Englisch! Zum ersten Mal habe ich mal was in Englisch gehört! Jetzt wusste ich auch was Oma immer mit Ausländer meinte.

Nun durfte ich nicht mehr bei Opa wohnen und die Platten und Geschichten anhören. Vielleicht hatten die Angst, dass ich irgendwann verstehen würde, was er für Geschichten erzählte. Ich habe alles verstanden, es war ja nicht in Englisch. Er musste oft weinen. Wenn er alleine im Wohnzimmer seine Platten hörte. Leider konnte mein Opa nicht mehr sehen wie Menschen auf dem Mond landeten. Denn jetzt begann eine neue Zeit. Wolfgangs Zeit war gekommen!


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Freitag, 25. Januar 2008

Auf dem Weg zum künstlichen Leben - pferdesex gratis video

Ich bin enttäuscht von Euch! Anstatt das die Wissenschaftler versuchen die Krankheiten zu beseitigen, vor allem die Geschlechtskrankheiten, versuchen die neue Krankheiten zu erzeugen. Dafür mach ich keine Medikamententests!

Craig Venter hat einen Genom gebaut. Dieser Gnom heisst “Mycoplasma Genitalium” . Der ist im Labor nachgebaut. Genau wie ich neulich versucht habe das Klonbaby Wolfgang zu erzeugen. Jetzt sagen die, dieser Gnom ist ein Bakterium. Dieses Bakterium verursacht normalerweise Geschlechtskrankheiten, sagen die.

Aber wenn das ein Gnom ist, der so wirkt wie eine Geschlechtskrankheit, ist das eine Katastrophe. Die Metapher dahinter ist, die haben ein Monster geklont und zwar mit Geschlechtskrankheit! Ein Gnom mit Geschlechtskrankheiten!

Genau wie die mir heute nicht erzählen können, dass andere gefährliche Geschlechtskrankheiten nicht auch aus dem Labor stammen. Im Labor findest Du doch nur Ratten. Und was machen die? Poppen! So überträgt sich das. Ich weiß doch noch als ich Hausmeister an der Uni war. Was wurde da gepoppt zu Karneval! Man Du. Am Altweiberkarneval. Und am nächsten Tag haben die sich einen gelben Schein geholt und eine Geschlechtskrankheit dazu!

Also solche Versuche sind so ekelhaft wie pferdesex gratis video. Warum ekelhaft? Weil es das nicht gratis gibt! Da willst Du mal so eine Stute sehen und alle wollen die gleich Kohle sehen. Da musste schon in den Zoo gehen. Und da musst Du aufpassen, man darf die Viecher ja nicht mal Füttern! Nicht Füttern, Necken und Poppen.

Ich meine, ich könnte das ja mal ausprobieren bis einer von den Wärtern kommt und mich drauf anspricht wenn ich die Hose runter ziehe. Da werde ich dem aber sagen, das steht nur nicht füttern, aber nicht nicht poppen!

Demnächst kannste dir bald so ein Gnom aus dem Internet bestellen, zum poppen. Die sind ja auch gratis, dann aber geklont und nur mit Geschlechtskrankheit. Solche Wissenschaftler gefährden unsere Gesundheit! Hört man den bescheuerten Typen im Hintergrund…. Das ist der neue Gnom….”Mycoplasma Genitalium”.


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Donnerstag, 24. Januar 2008

Geld verdienen - Medikamente testen

Ich hab mein Auskommen. Vom Amt gibt ein bisschen was. Nach der Zeit in der Klinik wegen Chatsucht hat mir mein Arzt eine Nummer gegeben. Die sollte ich anrufen. Da würde ich umsonst die besten Medikamente bekommen und sogar was für die Forschung tun. Und das tue ich doch gerne! Und dann noch Geld verdienen mit Medikamententests.

Der Arzt wusste, dass ich keine Kohle hatte. Geldverdienen, wenn du lange Zeit aus dem Beruf bist, ist schlecht. Als Trainer sowieso. Und dann dachte ich mir, ich muss durchs Feuer gehen. Für Kohle bin ich durchs Feuer gegangen. Die ersten Medikamente brannten im Magen, aber die Kohle stimmte! So lernte ich die Amigos kennen! Mit Ihnen konnte ich das Feuer vergessen! Und mit etwas Bier im Bauch fühle ich mich dann prima und muss nicht mehr an Ingrid denken. Ingrid, ihn die ich mich so wahnsinnig im Chatcafe verliebt habe. Ich habe Ingrid nie gesehen, aber sie hatte den selben Namen wie meine Freundin aus der Kindheit und Jugend und konnte mir vorstellen, dass sie das wäre.

Aber heute weiß ich, dass es besser ist ins reale Leben zu gehen als im Chat zu sein. Ich war der erste Patient für Chatsucht 1999! Ich hatte ein eigenes Zimmer und eine eigene Station und meine eigenen Medikamente, die ich dort auch schon getestet habe.

Aber eins haben die nicht geschafft! Mir auszureden, dass es keine Ufos gibt! Also Leute, wenn ihr Geldverdienen wollt mit Medikamententests, dann lasst euch nicht von euren Überzeugungen abbringen! Hört eure Musik und haltet Ausschau nach Ufos!


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