Archiveinträge für 19. Januar 2008

Samstag, 19. Januar 2008

1968 The doors - Janis Joplin 65. Geburtstag - Flowerpower

An seine Kindheit erinnert man sich gerne. Meine Mutter sagt immer, “Wolfgang, Du musst die Erinnerung hochhalten! Es war auch dein Sommer! Weißt Du noch , als Du in die Schule kamst? Ich weiß noch alles! Ich wollte aber solche Eltern wie mein Freund,keine Hippie-Gemeinschaft. Ich wollte eine Klotür ganz normal abschließen und nicht, dass Ingrid in unserer Gemeinschaft nicht ins Bad rein sehen konnte. Ich wollte einen starken Papa, der mit mir Fussball spielt, starke Muskeln hatte und mir das Boxen beibrachte.

Ich schreibe zur Zeit alles nieder. Das hat mir mein Coach Bernhard gesagt. Meine ganze Geschichte. Wie ich noch bei Opa gewohnt habe, der noch im Krieg war. Die Zeit in der Gemeinschaft ab 1968, meine Freundschafften, meine Lehre, wie ich beim Bund war, meine Zeit mit dem Fussball bis heute. Damit ihr alle mein Wolfgang-Prinzip erkennt. Meine Lebensgeschichte ist die Metapher für das Wolfgang-Prinzip.

Aber alles fing 1968 an, als ich als Sechsjähriger in zwei Welten leben musste, habe ich gelernt nie richtig zu einer Welt zu gehören. Das nenne ich das Wolfgangsyndrom. Damals in der Hippie - Gemeinschaft mit englischer Musik wie “the doors”, oder Janis Joplin, die jetzt 65 Jahre alt geworden wäre, hat sich keiner wirklich für das interessiert, was Wolfgang wollte, genauso wenig, wie es jede andere Spießerfamilie zu der Zeit auch nicht tat. Aber jedes Kind wünscht sich eben ein anderes Leben. Ich wünschte mir ein Leben, was meine Mutter bekämpft hat. Meine Mutter ist 66, jetzt. Canabis, Esoterik, Öko und Psycho hat sie nicht krank gemacht, nein, es war ihre Sorge um mich. Denn ich wollte nie so sein. Mit allen diesen Dingen kann man Wolfgang nicht beikommen. Aber schaue ich mir mein Leben heute so an, lebe ich es um so mehr, ohne es zu wollen. Ich lebe wie ein Arbeitsloser Spießer und philosophiere wie ein Hippie, ohne einer zu sein. Mir schmeckt nur einfach das Bier und ich liebe das Leben! Muss man gleich deswegen ein Hippie sein? Nein. Vielleicht waren es die frühen Drogenerfahrungen, die mein Leben außerhalb der Seitenlinie des Lebens verbannt haben. Aber ich habe mich irgendwann dazu entschieden. Diese Sturrheit habe ich von meinem Opa geerbt, der hat ja auch so den Krieg überlebt. Vielleicht habe ich das Wolfgang-Prinzip von ihm. Ich schaue aus dem Fenster und warte auf schönes Wetter oder denke mir neue Sachen aus. Das konnte mein Opa sehr gut.

Obwohl ich andere Musik höre, ist diese Musik hier im Video einfach eine Kindheitserinnerung. Wolfgangs Kindheit. Die Freiheit!


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